|
Vor Jahrhunderten war Pilgern, im Gegensatz zu heute, an jeder Ecke des Weges lebensgefährlich.
Der Wille zur Buße und die Bitte um Sündenablass war den Menschen auf ihrem Pilgerweg kein Schutz vor Dieben, Räuber oder Mörder.
Trotzdem zogen Hunderte, ja Tausende von Pilgern zu den Orten, die Stärkung, Hoffnung und Sündenablass, versprachen.
Was treibt heutzutage die Menschen dazu wochen- oder sogar monatelang unterwegs zu sein ?
Vollgepumpt vom Konsum der Moderne, Klingeltöne an allen Ecken und Enden, überschüttet von belanglosen Storys gesellschaftlicher Verwirrungen erkennen die Menschen immer deutlicher, das dies nur eine oberflächliche Bespaßung ist.
Der gesellschaftliche Stress, die hohe berufliche Anforderung, die existenzielle Bedrohung treibt viele Menschen in scheinbar aussichtslose Not. Dieser enorme Druck spiegelt sich vor allem in den steigenden psychischen Erkrankungen und leider auch in Verzweiflungstaten an sich selbst und an den Mitmenschen.
Die Menschen suchen nach festen Lebenswerten die stärken, aufbauen und Hoffnung geben: Sie suchen einen Ankerplatz für ihre Seele.
|